Junge Jazzszene im Fokus:
Teresa Luna Quintett, Savannah Hauskeller und Kâyame überzeugen im Jubiläumsjahr
In der 15. Jubiläumsausgabe des renommierten Sparda Jazz Award überzeugten erneut herausragende junge Talente mit künstlerischer Qualität, stilistischer Vielfalt und einer individuellen Handschrift. Der Wettbewerb unterstreicht einmal mehr seine Bedeutung als Sprungbrett für junge Jazzmusikerinnen und -musiker in Deutschland. Am 5. und 6. Juni 2026 stehen alle drei Acts live auf der Sparda-Bühne (Marktplatz) im Rahmen des Lovebird Festivals in Düsseldorf.
Platz 1: Teresa Luna Quintett Teresa Luna (*1999 in Buenos Aires) ist eine vielseitige Sängerin, Songwriterin und Gitarristin, die zwischen Deutschland und Argentinien aufgewachsen ist und derzeit in Berlin lebt. Ihre Musik bewegt sich zwischen Jazz, Pop und lateinamerikanischen Einflüssen. Dabei verbindet sie emotionale Tiefe mit poetischem Ausdruck und einer stilistischen Offenheit, die unterschiedliche musikalische Traditionen mit zeitgenössischen Elementen vereint. Nach der Veröffentlichung ihrer ersten Solo-EP De Flores y Espinas im Jahr 2023 nahm Teresa im August 2025 ihr Debütalbum mit neun eigenen Kompositionen auf. Das Album zeigt eine neue, gereifte Facette ihres künstlerischen Schaffens – offen, atmosphärisch und mit klarem Fokus auf ihre individuelle Stimme. Gemeinsam mit Victor Vollmer (Gitarre), Susi Lotter (Bass), Käthe Johanning (Klavier) und Lenny Rehm (Schlagzeug) wurde sie 2025 mit dem 1. Preis des Bayerischen Jazzverbandes ausgezeichnet.
Platz 2: Savannah Hauskeller wurde 2003 in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, geboren und als Baby von einem deutschen Ehepaar adoptiert. Schon früh entdeckte Savannah ihre Leidenschaft für Musik. Mit fünf Jahren begann sie Cello zu spielen und im Alter von acht Jahren schrieb sie ihren ersten eigenen Song. Der Jazz wurde für Savannah zu einem Ort der Freiheit – musikalisch wie persönlich. Als schwarze Frau in Deutschland fand sie in dieser Musikform einen Ausdruck für ihre Erfahrungen und ihre Identität. Sie begann, ihre Stimme mit dem Cello zu verbinden und entwickelte einen intuitiven, eigenständigen Stil, geprägt von sogenannten Odd-Rhythmen, also ungeraden Taktarten. Savannahs Musik ist emotional, experimentell und tief in ihrer Biografie verwurzelt. Themen wie Herkunft, Privileg, Selbstakzeptanz und Verantwortung ziehen sich durch ihre Songs.
Platz 3: Kâyame Kari Jacobs (*1999) berührt mit einer warmen Stimmfarbe und einer ehrlichen Präsenz. Ihre Musik, mal verträumt und zurückgezogen, mal kraftvoll, mit weiten Flächen, oder dynamischen Grooves, verbindet Elemente aus Neosoul, Jazz und RnB. In den Texten geht es um (Selbst-)Liebe, Angst, Frieden, Aufruhe und die Verantwortung, die das Menschsein mit sich bringt. Doch vor allem geht es um die Natur – die Äußere und die Innere. Ihre Kompositionen werden durch ihre Mitspieler*innen Enna Lesch (Bass), Sebastian Wappler (Keys) und Heinrich Eißmann (Drums) verfeinert. Im Zusammenspiel folgen sie Impulsen und ergänzen einander. Dabei verbindet sie die Liebe zur Musik und die Hingabe an das Schaffen einer einzigartigen Stimmung in jedem Moment.
Seit 2012 vergibt die Stiftung der Sparda-Bank West den Sparda Jazz Award mit dem Ziel, talentierte Nachwuchsmusiker*innen im Bereich Jazz zu fördern und ihnen eine Bühne zu bieten.
Das Lovebird Festival kehrt vom 4. bis 7. Juni 2026 mit frischer Energie und neuen Perspektiven zurück und stellt Jazz erneut ins Zentrum seines vielfältigen Programms. Offen für Einflüsse aus Hip-Hop, Electro, Indie, Funk und Soul schafft es Raum für musikalische Entdeckungen und inspirierende Begegnungen.