Kunst

Kunstmuseen Krefeld

Sammlungssatellit #9
Die Bar. Liora Epstein im Dialog mit Jürgen Drescher und Reinhard Mucha
24. Mai - 6. Oktober 2024

Liora Epstein, dispersed non-existence (Installationsansicht), 2023 | © Liora Epstein, Ivo Faber | Foto: Ivo Faber
Liora Epstein, dispersed non-existence (Installationsansicht), 2023 | © Liora Epstein, Ivo Faber | Foto: Ivo Faber

Die Bar als Kunstwerk und sozialer Ort

Der Sammlungssatellit #9 steht im Zeichen von Teilhabe und Interaktion. Ausgangspunkt ist das frühe Gemeinschaftsprojekt "Verkaufen" der Künstler Jürgen Drescher (*1955 Karlsruhe) und Reinhard Mucha (*1950 Düsseldorf), das 2022 als Schenkung von Max Hetzler und Kasper König an die Kunstmuseen Krefeld gelangte. Auf dieses neue Highlight der Sammlung antwortet die junge Künstlerin Liora Epstein (*1991 Vilnius, Litauen, lebt in Düsseldorf und Berlin) mit einem zeitgenössischen Bar-Konzept, der raumgreifenden und aktivierbaren Installation "dispersed non-existence" ("aufgelöstes Nichtsein").

Die außergewöhnliche, als Bar konzipierte Installation Verkaufen ist ursprünglich anlässlich des jährlichen Rundgangs an der Kunstakademie Düsseldorf entstanden. Liora Epstein, die an der Schnittstelle von Mode, bildender Kunst und Performance arbeitet, wird mit einer gleichfalls aktivier- sowie nutzbaren Inszenierung auf die Arbeit reagieren. Auch sie hat eine raumfüllende, in eine vielschichtige Erzählung eingebettete Bar als Abschlussarbeit 2023 an der Kunstakademie Düsseldorf geschaffen und wird sie für den Sammlungssatelliten im KWM anpassen und erweitern. Der Ausstellungsraum wird so zu einem Ort sozialer Interaktion.

Seit 2018 laden die Kunstmuseen mit der Projektreihe der Sammlungssatelliten Kunstschaffende aus unterschiedlichen Disziplinen ein, sich mit der Sammlung, Museumsgeschichte und der Architektur der drei Häuser – Kaiser Wilhelm Museum, Haus Lange, Haus Esters – auseinanderzusetzen und sie auf neuartige Weise zu erschließen.

Kuratorinnen: Magdalena Holzhey, Sylvia Martin mit Dana Rostek